Bin ja von Haus aus Gefriergetrockneter-Kaffee-Trinker (den besten seit ich denken kann gab's nach wie vor in Amsterdam). Heute war mal wieder Gefriergetrockneter-Kaffee-Kauf-Tag. Wie es dazu kam, dass die Wahl auf Nescafé Green blend fiel, und der einzige Grund, dass ich ihn trinke, jener ist, dass ich ihn ja wieder ausscheiße, ist im Folgenden nachzulesen.

Man stelle sich vor: Mann, ledig, 29 Jahre alt steht mit dem Plan, ein Glas gefriergetrockneten Kaffee zu kaufen vor einem Supermarktregal. Die Auswahl ist nach kurzer Inspektion des Angebots nach seinem Geschmacks-/Kenntnisstands-Erfahrungsschatz zwischen Néscafe Gold und dem Jakobs-Pendant zu treffen (Kurz wandert der Blick über die drei verschiedenen Glasgrößen bei ersterem - das Gehirn versucht sich auf die Preisunterschiede einen Reim zu machen).

Der Blick wandert rüber zur Jakobs-Charge. Kurz bevor das Jakobs-Glas ins Blickfeld kommt, erblickt der vorgestellte junge Mann, im folgenden als "ich" bezeichnet, was ich für eine Sensation halte. Ein Glas Néscafe gefriergetrockneter Kaffee, auf dem in englischer Sprache irgendwas mit Grün steht.

Die Entscheidung scheint zu diesem Moment gefallen. In einer gut vor der Öffentlichkeit verheimlichten Kommandoaktion wurden vermutlich nicaraguanische Kleinbauern unter Einsatz großer Geldmittel davon überzeugt, ihren von Hand unter der Sonne zum trocknen ausgebreiteten Kaffee vertrauensvoll in die Hände des bisher insbesondere als Schweinekonzern bekannt gewordenen Krakenkonzern Nestlé zu geben (weshalb man sie inzwischen vermutlich für den ein oder anderen Todesfall verantwortlich macht; Henri, es gibt Hoffnung!).

Naja, dann guck ich mir das Glas an. Steht drauf, das ist mit schützenden Antiirgendwas aus grünen und gerösteten Kaffeebohnen.