Abstimmungsapparat
Heute kann man sich als nicht-Amerikaner schon mal übergangen fühlen. Gefühlte zwei Jahre hatte der typische US-Ausländer zumindest die Möglichkeit mit dem amerikanischen Wahlkampf mitzufiebern, und jetzt, da es drauf ankommt, steht man nur dabei. Aber auch bei den einen oder anderen, die wählen können, dürfte sich hier und da ein Gefühl von Minderwertigkeit einstellen, wenn sie am Ende feststellen, dass sie selbst nicht Präsident werden.
 
Auch wenn bei dieser US-Wahl - der politische Kommentator spitzt noch einmal seinen Bleistift - durch Obama jemand gewählt werden kann, der vielen das Gefühl vermittelt, naja, vielleicht nicht gerade selbst im Oval Office Platz zu nehmen, so doch wieder einen Sinn im Wählen sehen zu können. Auf den Seiten der Demokraten wird das Recken des Halses nach oben vielleicht erst nach Monaten schmerzhaft. Wenn McCain und damit die Republikaner verlieren, wird die geschätzte 95 Grad Drehung von "von-oben-herab" zu "herauf" schnell zu Klagen führen.